Der Name Euderion ist seit dem 21 Jahrhundert eng verknüft mit der Raumfahrt, insbesondere mit dem Alpha Centauri Sternensystem. In den 2070er Jahren brachen die Geschwister Viktor und Tanja Euderion mit dem Kolonieschiff U.E.S. Proxima auf und besiedelten zum ersten Mal einen anderen Planeten außerhalb des Sol Systems. Ihnen zu ehren benannte die Sternenflotte bis zum heutigen Tage fünf verschiedene Raumschiffe nach diesen beiden Pionieren der frühen Raumfahrt.
Im folgenden findet ihr eine Übersicht über die fünf Schiffe. Klickt auf die Namen für den vollständigen Artikel zum jeweiligen Schiff mit Bilder und Audio- Logbüchern der Captains.
Die USS Euderion der Daedalus-Klasse war ein umgebauter Kreuzer der Mark III-Daedalus-Klasse, der seine Jungfernfahrt im Jahr 2165 hatte. Das Schiff wurde ursprünglich von Natasha Euderion kommandiert, der Enkelin von Viktor Euderion, dem Gründer der Proxima-Kolonie auf Alpha Centauri. Während ihrer 21 Dienstjahre leistete sie unschätzbare Arbeit für die Föderation.
Ende 2181 wurde das Schiff der Sternenflottenakademie übergeben, um als Ausbildungsschiff zu dienen. Kurz vor der endgültigen Außerdienststellung im Jahr 2186 durfte die Euderion im Beisein ihrer ehemaligen Kommandeure noch eine letzte Abschiedstour durch die Kernwelten der jungen Föderation machen, bevor sie als Museumsschiff eingemottet wurde.
Die zweite USS Euderion war einer von drei Prototypen der späteren Constellation-Klasse.Das auf der Proxima-Werft gebaute Schiff wurde die meiste Zeit seines Bestehens von Captain Gihlan't'aehn von Taulihna IV kommandiert, der später als geistiger Vater der Constellation-Klasse in die Geschichte eingehen sollte.Die Geschichte des Schiffes umfasst Missionen an den klingonischen und tholianischen Grenzen, den Transport von kelvanischen Würdenträgern zur Erde, um einen Friedensvertrag zwischen der Föderation und dem Kelvan-Imperium zu unterzeichnen, oder die Beobachtung der Entstehung der sogenannten Typhon-Expanse durch einen Großén Vogel der Galaxis.Das außer Dienst gestellte Schiff kann heute im Jonathan Archer Flotten Museum besichtigt werden.
NEW ORLEANS-Klasse
USS Euderion NCC-62470
(2343-2349)(Beitrag in Arbeit)
Das dritte Raumschiff namens Euderion war eine Fregatte der New-Orleans-Klasse, die eine relativ kurze Existenz hatte.2349 verschwand das Schiff und seine Besatzung spurlos.Bis heute wurde nie aufgeklärt, was mit ihr passiert ist.(Geschichte dieses Schiffes ist noch in Produktion)
AKIRA-Klasse
USS Euderion NCC-79541
(2373-2376) (Beitrag in Arbeit)
Die vierte USS Euderion war ein schwerer Kreuzer der Akira-Klasse, der für taktischere Missionen entwickelt wurde. Der Jungfernflug fand 2373 statt, doch schon drei Wochen später geriet das Schiff in die ersten Scharmützel mit den Klingonen, nachdem diese den Vertrag von Khitomer gekündigt hatten. Das Schiff wurde derzeit von Commander Colin Henry kommandiert. Als der Konflikt mit den Klingonen direkt in den Dominion-Krieg eskalierte, übernahm Captain Saraja Brennan das Kommando. Unter ihrem Kommando absolvierte die Euderion in den nächsten zwei Jahren fast 100 Missionen und zerstörte während des Krieges über 50 Dominion-Schiffe. Die Euderion nahm an der letzten Schlacht um Cardassia Prime teil, die sich später als das Ende des Dominion-Krieges herausstellen sollte. Das Schiff wurde so stark beschädigt, dass es zu einer Werft zurückgeschleppt werden musste, wo es außer Dienst gestellt und in seine Einzelteile zerlegt wurde.
AKIRA-Klasse (2381 überholt)
USS Euderion NCC-79541-A
(seit 2376 - bis heute) (Beitrag in Arbeit)
Als die vorherige USS Euderion demontiert wurde, stellte sich heraus, dass große Teile des Schiffes noch verwendbar waren, und es wurde beschlossen, sie für den Bau eines neuen Raumschiffs der Akira-Klasse zu verwenden. Da fast ein Drittel der Komponenten wiederverwendet werden konnte, entschied man sich für den Namen Euderion-A. Für vier Jahre übernahm Captain Ellen Delia, die erste Kelvanerin der Sternenflotte, das Kommando.
2381 wurde das Schiff komplett modernisiert und mit einem Quanten Slipstream-Antrieb ausgestattet. Außerdem wurden einige der taktischen Systeme durch wissenschaftlichere Komponenten ersetzt, sodass das ehemalige Kriegsschiff nun auch Forschungsmissionen absolvieren konnte.
Der zweite Vertreter mit dem Namen USS Euderion war ein einzigartiges Schiff das nie wirklich Serienmäßig produziert wurde. Jedenfalls nicht in ihrer Konfiguration wie sie gebaut wurde und ihre Dienstjahre absolviert hat. Diese Euderion NCC-1951 war ein Testschiff für die spätere Constellation Klasse einem Arbeitstier der Sternenflotte.
Die Euderion im Jahr 2259 im Orbit des Mars wo sie sich mit ihren beiden Schwesterschiffen traf
Vertreter dieser Klasse:
- USS Nelson NX-1902 - USS Euderion NCC-1951 - USS Darnell NCC-2009
Spezifikationen (speziell der USS Euderion):
Name: U.S.S. Euderion Registriernnummer: NCC-1951 Bauzeit: 3 Jahre (2256-2259) Klasse: Constellation (Prototyp/Testschiff) Typ: Star Cruiser Länge: 321 Meter Breite: 147 Meter Höhe: 83 Meter Decks: 15 Masse: 326,000 mt Crew: 350-550 je nach Missionsprofil Maximales Evakuierungslimit: 3500 Reisegeschwindigkeit: Warp 6 Maximale Geschwindigkeit: Warp 9,2 für 3 Stunden Begleitfahrzeuge: 4 Typ F Shuttles, 2 Work Bees (später ein Typ H Shuttle)
Bewaffnung: - 6 Typ 15-A Single Puls Kanonen - 6 Typ 20-B Twin Phaser Emitter - 5 Torpedoröhren (vier vorwärts, eine hinten) - 160 Photonen Torpedos
Allgemeine Geschichte der Prototyp Constellation Klasse
Im Jahr 2255 wollte man die inzwischen rund 15 Jahre alten Constitution Klasse Schiffe entlasten, indem man ein neues Arbeitspferd konzipierte. Das neue Projekt sollte über einen leistungsfähigeren Warpantrieb verfügen damit das Schiff längere Strecken absolvieren kann sowie mehr Energie für Systeme wie Schilde oder Traktorstrahl zur Verfügung hat. Es sollte fähig sein havarierte Schiffe mittels Warpgeschwindigkeit abzuschleppen, technische und medizinische Ersthilfe für Kolonien und Außenposten zu leisten sowie als Kurier für sensible Nachrichten oder Vermittler zu dienen. Trotz alledem sollte es sich aufgrund der ständigen Expansionspolitik der Klingonen außerdem gegen mögliche Agressoren wehren können und Langstreckensensoren besitzen um weite Raumgebiete zu überwachen.
Es war ein ehrgeiziges Projekt, das nicht unumstritten war. Viele prominente Hardliner in der Sternenflotte sahen keinen Sinn darin ein neues Schiffsdesign zu konzipieren das genausoviele Ressourcen zum Bau benötigt wie ein neues Schiff der Constitution Klasse, was aber effektiv über weniger taktische Fähigkeiten verfügen sollte. Gerade im Hinblick darauf das die Klingonen gerade ihren D7-C Schlachkreuzer (K't'kara Klasse) in der frühen Produktionsphase hatten, sollte man verfügbare Ressourcen lieber in weitere Schiffe der Federation Klasse oder dem Phase 2 Umbau der Constitution Klasse stecken.
Es verging ein ganzes Jahr in dem der Ausschuss darüber debatierte. Man entschied sich letztendlich für einen Kompromiss. Von den eigentlichen geplanten 26 Einheiten sollten nur noch drei Prototypen gebaut werden. Jedes dieser Schiffe sollte unterschiedliche Spezifikationen bekommen um sie unabhängig voneinander auf ihre Funktion zu testen. Danach sollte entschieden werden, welche Version zur Serienproduktion geeignet ist.
- Der erste Prototyp wurde auf der Luna Copernicus Werft gebaut. Er sollte militärischen Anforderungen dienen und verstärkte Schutzschilde gepaart mit einer größeren Anzahl Phasergeschütze bieten. Außerdem erhielt es einen Torpedoturm der jeweils zwei vordere und zwei hintere Photonentorpedoröhren ergänzte. Das Schiff erhielt während der Konstruktion den Namen USS Nelson.
- Der zweite Prototyp wurde USS Euderion benannt, nach den Gründungsvätern der Alpha Centauri Kolonien, wo das Schiff auch gebaut wurde. In den Proxima Schiffswerften. Diese Variante sollte ausgewogener sein. Es erhielt zwar wie die Nelson einen zusäzlichen Waffenturm ohne aber die sonstigen Offensivsysteme durch zu vielen Anforderungen zu belasten.
- Das dritte Schiff, die USS Darnell sollte in den San Francisco Werften gebaut werden. Sie sollte auf Geschwindigkeit und Ausdauer ausgelegt werden. Der Inbegriff eines "Fast-Cruisers". Dies ging natürlich nur auf Kosten einiger taktischen Systeme.
Die erste Konzeptuierung aller drei Schiffe erfolgte im Jahr 2256 und in den folgenden drei Jahren ging es an die eigentliche Konstruktion. 2259 liefen alle drei Schiffe planmäßig vom Stapel und wurden inzwischen als experimentelle Constellation Klasse klassifiziert.
Während die Euderion und die Darnell ihren Dienst aufnehmen konnten musste die Nelson in den Monaten danach mehrmals zurück in die Werft. Wollte man das volle Potential des Schiffes ausnutzen befand sie sich oft kurz vor der Selbstzerstörung. Es stellte sich heraus, das man hier zu viel auf einmal wollte. Unter voller Belastung aller Systeme kam es wiederholt zu Überlastungen weswegen das Schiff fast ein halbes Jahr mit der Feinkalibrierung und Abstimmung verbrachte. Etwas was die Kosten erhöhte und dem Typ eine schlechte Reputation einbrachte. Ende des Jahres beschloß die Sternenflotte sich dazu keine weiteren Einheiten mit diesen besonderen Spezifikationen zu produzieren. Es lag nun an der Euderion und der Darnell über die Zukunft der Constellation Klasse zu entscheiden.
Die beiden Testbeds USS Euderion & USS Darnell
Beide Schiffe sollten auf über zehn Dienstjahre zurückschauen. Durch das flottenweite Upgrade der Constitution Klasse und den daraus erfolgenden technischen Fortschritten wurde eine Serienproduktion der Prototyp Constellation Klasse bis auf weiteres ausgesetzt. Man wollte nicht riskieren fabrikneue Schiffe zu konstruieren, die bereits nach wenigen Jahren überholt wären. Als 2273 das Constitution Refit abgeschlossen war, entschied man sich schließlich doch, dem Constellation Projekt neues Leben einzuhauchen, verbunden mit dem Wissen, das man während des Refit Programms erworben hat. Das neue Projekt stand unter dem Kommando von Admiral Gihlan't'aehn von Taulihna IV der seinerzeits die USS Euderion kommandierte. 14 Jahre nach dem Stapellauf der ersten Prototypen wurden zwei neue Serienproduktionen in Auftrag gegeben. Im Jahr 2273 startete die Cheetah Klasse, welche als leichter, schneller Kreuzer konzipiert wurde. Sie wurde nach dem Vorbild des Prototyp Schiffes USS Darnell entwickelt. 2275 folgte der offizielle Launch der Constellation Klasse. Man entfernte für die Serienproduktion zwar den Waffenturm und vergrößerte das Volumen der Untertassensektion, aber ansonsten war sie den Spezifikationen des USS Euderion Prototyps nachempfunden.
Die Konstruktion der USS Euderion NCC-1951
2256 erfolgte der Startschuss für den Bau der Constellation Klasse, oder zumindest das was später die Constellation Klasse werden sollte. In den Proxima Werften sollte der zweite Prototyp gebaut werden, der auf ausgeglichene Systeme ausgelegt werden sollte, ein "Jack of all Trades". Die Proxima Werft hatte relativ freie Namenswahl für "ihr" Schiff und es ging auf dem gerade zum Captain beförderten Gihlan't'aehn dem stellvertretenen Leiter der Proxima Werft und großen Verfechter der Kolonialpolitik zurück, das Schiff Euderion zu nennen, nach den Gründern der ersten Föderationskolonien in Alpha Centauri.
Captain Gihlan't'aehn von Taulihna IV
Die Werft begann mitte 2256 mit den ersten Konstruktionsarbeiten. Obwohl bekannt war, dass Kombinationen von mehr als zwei Warp-Gondeln oft zu unerwarteten Schwierigkeiten führten waren mehr als zwei Gondeln für diese Konstruktion von entscheidender Bedeutung, um sowohl die Belastung des gesamten Warpsystems zu verringern als auch redundante Notfallsysteme bereitzustellen für den Fall eines nicht reparierbaren Systemausfalls. Aus den genannten Gründen wurde entschieden, dass vier Gondeln in einer Doppel-Tandem-Konfiguration am sinnvollsten sind. Die Missionsanforderungen wurden weiterentwickelt, um Sensoranalysen und das Sammeln von Informationen über große Entfernungen in Bedrohungsgebieten, Kommunikation sowie Einsatz und Abruf von Stealth-Shuttles hinzuzufügen.
Der ursprüngliche Plan sah vor, zwei unabhängige Warpkerne zu montieren, was sich jedoch als unvorteilhaft für Kosten und Platz erwies. Daher wurde eine 18% größere Intermixkammer entwickelt, um die zusätzliche Leistung zu bewältigen.
Die Ingenieure hatten bei der Konzeptuierung der taktischen Systeme die meisten Schwierigkeiten. Auf der einen Seite sollten sie die Anforderungen der Sternenflotte erfüllen ein wehrhaftes Schiff zu entwickeln das der Constitution Klasse zumindest ebenbürtig sein sollte, auf der anderen Seite sollte es weiterhin ein "Explorer" bleiben. Man entschied sich dafür die derzeit leistungsstärksten Phasersysteme in Kombination mit gängigen Standardwaffen zu kombinieren. Sechs Typ 20-B Phaserdualkanonen und sechs Typ 15-A Phaser-Emitter. Je nach Bewährung oder Missionsanforderung konnte somit später auf oder abgerüstet werden.
2259 lief die USS Euderion unter dem Kommando von Captain Gihlan't'aehn vom Stapel und setzte Kurs auf das Sol-System wo sie sich zur feierlichen Jungfernfahrt mit ihren beiden Schwesterschiffen USS Nelson und USS Darnell traf.
Die Euderion im Trockendock der Proxima Schiffswerft kurz vor dem Stapellauf.
2259 - Das erste Jahr
Obwohl sich Captain und Crew darauf freuten zu Forschungsmissionen aufzubrechen, wussten sie natürlich, das die Euderion ein Testschiff war, dessen Zweck es war die Zukunft einer gesamten Schiffs-Klasse zu bestimmen. Das komplette erste Jahr sollten sie mit Testflügen und der Ausreizung aller Systeme verbringen. Zu aller Enttäuschung erwies sich die Kombination aus zwei Gondelpaaren weitestgehend als Fehlschlag. Zwar sorgte die zusätzliche Energie für stärkere Schildsysteme und ein stabileres Warpfeld, was sie weniger Anfällig für äußere Störfälle machte, jedoch war die erwartete Geschwindigkeitsteigerung nur marginal. Das Schiff erreichte bei maximaler Auslastung für kurze Zeit Warp 9,2 konnte diese aber nicht lange halten. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit pegelte sich bei etwa Warp 6 ein. Jedoch erging es der Euderion dabei deutlich besser als ihrem Schwesterschiff Nelson. Dieses musste sich zu langwierigen Reperaturarbeiten zurück in die Werft schleppen lassen, nachdem die Hälfte ihrer Systeme durchgebrannt waren. Die finalen Testergebnisse der Euderion wurden als "solide" eingestuft, aber es war nicht zwingend das Ergebniss das man sich erhofft hatte.
2260 kehrten alle drei Prototypen zur Auswertung in ihre Werften zurück. Während der Nelson Prototyp zwar weiterhin in Dienst bleiben durfte (als zweite Welle Verteidigungsschiff), so wurde der Entwurf offiziell abgelehnt. Die Nelson sollte ein Unikat bleiben.
Sowohl die Euderion als auch die Darnell lieferten zwar nur durchschnittliche Testergebnisse, diese aber zufriedenstellend. Sie hatten zwar ihre Schwächen, waren aber in ihren jeweiligem Spezialgebiet durchaus zu gebrauchen. Die Darnell sollte als Fast Cruiser als schnelle Eingreiftruppe oder Feuerwehr agieren. Die Euderion als robustes Schiff mit Langstreckensensoren sollte dem Schutz der Föderationskolonien in den entlegeneren Gebieten dienen und sie gegebenfalls mit Ausrüstung versorgen. Was ihre Zukunft als eigenständige Raumschiffklasse anging sollte das eine äußerst zeitaufwendige Entscheidungsfindung werden. Die Föderation durchlebte gerade eine Zeit des Umbruchs. Durch den zurückliegenden Krieg mit den Klingonen gab es eine Initialzündung für eine Reihe neuer Entwicklungen die die Technologie voranbrachte. Vorhher für den Krieg aufgewendete Ressourcen konnten wieder in die Erforschung und Entwicklung fließen was zu wahren Quantensprüngen sorgte. Diesem Umstand hatte man auch zu verdanken, das die Flotte zu großen Teilen modernisiert und umgerüstet wurde. Am bekannstesten dürfte hierbei der Phase 2 Umbau der Constitution Klasse sein von dem später auch andere Schiffsklassen wie die Miranda, Loknar oder Akyazi profitierten. Solange also die Entwicklung in einem Tempo voranschreitete das sie drohte selbst neue im Bau befindliche Schiffe zu überholen, wollte man lieber auf die Umrüstung älterer Schiffe setzen, als brandneue zu konstruieren, die nach fünf Jahren schon wieder als veraltet galten. Das Constellation Projekt wurde also auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die drei Prototypen waren bis auf weiteres Unikate.
Die ersten Abenteuer - 2261
Im April des Jahres 2261 durfte die Euderion erneut vom Stapel laufen. Die Testsysteme wurden ersetzt und sie bekam Tiefenraum-Ausrüstung und wurde an die klingonische Grenze geschickt. Sie sollte ein duales Missionsprofil absolvieren und einerseits die nur spärlich erforschten Gebiete im Alpha und Beta Hromi Sektor genauer untersuchen, als auch den Watchtower Sternenbasen zwischen Barolia und Ramatis zur Verfügung stehen. Die Gebiete waren im Vier-Jahres-Krieg von den Klingonen besetzt, welche die Grenzen immer noch recht frei interpretierten.
Captain Gihlan lieh sich für die Rede über das Schiffsinterkom zum zweiten Stapellauf die berühmten Worte der Proxima Mission aus und lies das Schiff mit den Worten "Lasst uns das wagen vor dem andere zurückweichen." auslaufen.
Im Laufe der Jahre diente das Schiff weitestgehend als Zulieferer für die Grenzstationen der Föderation und hatte insgesamt 19 kleinere Scharmützel mit klingonischen Kreuzern. Mit einem klingonischen Kommandanten, Captain G'runth, hatte Captain Gihlan eine wettbewerbsähnliche Beziehung entwickelt. G'runth kommandierte die I.K.S. K'tarro, einen aufgerüsteten D7-A Kreuzer und ließ keine Gelegenheit aus die Sternenflottencrew zu demütigen wann immer sie versuchte den Azure Nebel zu durchqueren, der eigentlich als neutrales Gebiet in beide Mächte, Föderation und klingonisches Reich, hineinreichte. Die Euderion und Captain G'runth lieferten sich mehr als einmal ein Katz und Maus Spiel das häufig zu Schäden an beiden Schiffen sorgte, aber glücklicherweise nie Todesopfer nach sich zog.
Die Euderion in einem Scharmützel mit der I.K.S. K'tarro.
2264
Nach drei Jahren Grenzdienst wollte man das Missionsprofil der Euderion erweitern, und sie bekam das erste Mal eine Tiefenraumforschungsmission aufgetragen. Unterwegs sollte die Euderion einen Zwischenstop auf New Xindus einlegen. Auf dem Planeten hatte der Name Euderion einiges an Gewicht, da das vorherige Schiff mit diesem Namen, die Daedalus Klasse USS Euderion NCC-126, vor einigen Jahrzehnten für einen anhaltenen Frieden unter den Xindi Spezies gesorgt hatte. Daher wurden sie gebeten einen kurzen Publicity-Auftritt zu absolvieren. Die Euderion blieb einige Tage im Orbit von New Xindus und begrüßte die Xindi-Regierung an Bord zu einem Rundgang. Es sollte zwar noch rund 50 Jahre dauern, bis die Xindi der Föderation beitreten sollten, aber diese kleinen Schritte der Annäherung sollten sich schlussendlich bezahlt machen.
Das folgende Jahr verbrachte die Euderion in der sogenannten weiten Leere zwischen den Raumgebieten der Tholianer und der Talarianer. Aufgrund von Feindseeligkeiten zu beiden Spezies hatte die Sternenflotte bisher vermieden weiter in diese Gebiete vorzudringen, aber Captain Gihlan hatte den Auftrag herauszufinden, wie weit sich die Grenzen der Tholianer ausstreckten. Die Euderion stellte hierbei den ersten Kontakt zu den Pelleanern her. Die eher auf ihre Grenzen bedachten Bewohner von Pelleus V waren nicht sehr erfreut und Captain Gihlan musste einen Vertrag unterzeichnen, dass Föderationsschiffe ihren Raum fortan nur mit Vorwarnung und mit einer Eskorte durchqueren dürfen. Im Gegenzug bekam er aber detailierte Sternenkarten der umliegenden Gebiete das der Föderation jahrelange Sondierung der tholianischen und Talarianischen Grenzen ersparte.
Auf dem Rückweg in das Föderationsgebiet im Jahr 2265 wird die Euderion im Kerelos System von einem Geschwader tholianischer Netzwebern aufgestöbert und der Spionage bezichtigt. Verhandlungen mit Tholianern verliefen noch nie erfolgreich und Captain Gihlan musste sich auf ein Gefecht einlassen. Trotzdem die Euderion zwar überlegen war, konnte sie wenig gegen die Schwarmtaktiken des Gegners entgegensetzen. Das Schiff wurde im Verlauf des Kampfes in einem tholianischen Energienetz eingesponnen und erlitt schwere Schäden. Der erste Offizier des Schiffes startete auf eigene Faust ein Shuttle von der Euderion, schlüpfte durch das Netz und konnte mit einer Sprengung seines Warpantriebes das emmitierende Tholianerschiff ausschalten wodurch das Netz zusammenbrach. Die Euderion konnte fliehen und erreichte schwer beschädigt Sternenbasis 67. Der Konflikt sollte zu weiteren Angriffen der Tholianer in der Taurus Region im Shedai Sektor führen was mit der Errichtung der Vanguard Station unterbunden werden sollte.
2266
Das gesamte folgende Jahr verbrachte die Euderion im Trockendock um die umfangreichen Schäden durch den Tholianischen Angriff zu beseitigen. Zwei der Warpgondeln mussten komplett ersetzt werden, und da das Schiff eh zum Teil demontiert werden musste, begann man mit leichten Aufrüstungen wie einen zusätzlichen Navigationsdeflektor und einer kleinen erweiterten Maschienensektion.
2267
Im Jahr 2267 ist die generalüberholte Euderion auf den Weg in das Typhon System, welches im äußersten Randgebiet der Föderation lag. Die Föderation empfing von dort gewaltige fluktuierende Subraum-Strahlungswellen die möglicherweise die umliegenden Systeme beeinflussen könnten. Mann ist zuerst verunsichert, da das Typhon System nahe Cheron und dem romulanischen Gebiets liegt und es möglicherweise eine neue romulanische Invasion bedeuten könnte. Vor Ort angekommen entdecken die Langstreckensensoren jedoch einen gewaltigen zu einem blauen Riesen herangewachsenen Stern der bereits seine umliegenden Planeten verglüht hat. Die Schiffscomputer konnten kein vergleichbares Objekt finden, das eine dermaßen hohe Kernreaktionsrate besaß. Die Typhon Sonne sollte die bis dato größte jemals entdeckte Sonne sein und umfasste rund 34.300 Sonnenradien (Sol=1). Erste Analysen ließen darauf schließen das wenn der Hyperriese zur Supernova wird er die benachbarten fünf Sternensysteme durch den Strahlungsdruck unbewohnbar macht. Die Euderion untersuchte den blauen Riesen für einige Tage und der Wissenschaftsoffizier bemerkte, das die Strahlungsabgaben sich maximierten und in gleichen Intervallen abgegeben wurden, beinahe wie ein Herzschlag. Captain Gihlan empfahl der Föderation die benachbarten Planeten zu warnen. Von den fünf Systemen gehörten zwei der Föderation, drei zu unabhängigen Völkern und eines den Romulanern. Die beiden Föderationssysteme konnten relativ schnell evakuiert werden, da es sich nur um entlegene Bergbaueinrichtungen mit wenigen Mitarbeitern handelte. Wie erwartet hatten die Romulaner nicht auf die Warnung reagiert, und die unabhängigen Systeme reagierten teils mit Panik, teils mit Unglaube. Obwohl sich eine Supernova normalerweise in Millionen von Jahren in einen roten Giganten verwandelte konnte die Crew der Euderion die Verwandlung des blauen Riesen in einen roten Giganten der kurz vor der Nova Phase stand in wenigen Tagen beobachten. Inzwischen war auch ein romulanisches Schiff eingetroffen, das Captain Gihlans Arbeit nicht leichter machte, da er von den Romulanern beschuldigt wurde den Thyphon Stern durch Experimente zur Nova gebracht zu haben. Die Situation spitzte sich an zwei Fronten zu, als weitere romulanische Schiffe die Euderion einzukreisen drohen, und der Hyperriese unmittelbar davor stand zu explodieren. Kurz bevor die Romulaner das Feuer eröffneten brach der Stern plötzlich auseinander und eine gewaltige vogelähnliche Kreatur mit vier Flügeln und drei Augen begann aus der Sonne zu schlüpfen. Die daraus resultierende Schockwelle schleuderte sowohl die Euderion als auch die Romulaner aus dem System. Glücklicherweise für die Bewohner der benachbarten Welten breiteten sich die Subraumschockwellen nur mit geringer Warpgeschwindigkeit aus, so dass die Euderion eine Warnung aussenden konnte, die den Bewohnern 26 Stunden Zeit gab zu reagieren. Spätere Untersuchungen der Systeme ergab, das es zwar Todesopfer zu beklagen galt, aber das der Großteil der spärlich besiedelten Planeten evakuiert werden konnten da es sich fast ausschließlich um kleinere Handelposten oder Kolonien handelte. Der als "Großer Vogel der Galaxis" benannte Schlüpfling nahm Kurs auf unbekannten Raum und wurde danach nie wieder gesehen. Die Schockwelle und die ausgeströmten Gase haben im Nachhinein die Typhon Ausdehnung erschaffen, eine Region im Weltraum die später bekannt und berüchtigt für ihre umfassenden stellaren und temporalen Phänomene sein wird.(--> siehe geschichtlicher Eintrag USS Bozeman)
Die Euderion beobachtet das schlüpfen eines großen Vogels der Galaxis.
2268
Nach dem wackligen Ersten Kontakt mit den Kelvanern durch Captain Kirk und die Enterprise fiel der Euderion der Auftrag zu den zweiten Kontakt herzustellen und den Kelvanern Unterstützung bei dem Aufbau einer Kolonie auf ihrer neuen Wahlheimat Rizduz anzubieten. Wenn auch anfangs skeptisch so war Commander Rojan, der Anführer der Kelvaner, gewillt Handel mit der Föderation zu treiben um an Materialien und Gegenständen zu gelangen, die ihren neuen humanoiden Körpern dienlicher waren. Captain Gihlan konnte Rojan davon überzeugen eine ständige diplomatische Botschaft auf Rizduz zu etablieren und einen offiziellen Handelspakt einzugehen. Die Euderion übernahm in den folgenden fünf Monaten die ersten Handelsflüge selbst und konnte sich aus erster Hand davon überzeugen, wie die Kelvaner durch ihre fortschrittliche Technologie nahezu aus dem nichts eine kleine Stadt errichteten die bald erste unabhängige Händler und Besucher anlockten. Ende 2268 nahm die Euderion bei einem ihrer Versorgungsflüge Commander Rojan und seine schwangere Frau Kelinda mit an Bord und reisten gemeinsam zur Erde, wo Rojan und der Präsident der Vereinigten Föderation einen Friedensvertrag zwischen der Föderation und dem Kelvanischen Imperium unterzeichneten.
2269
Die wichtigste Mission der Euderion im Jahr 2269 war die Zerschlagung einer andorianischen Piratengruppe die die Handelsrouten nahe Risa als Ziel für ihrer Überfälle auserkoren haben. Die Euderion arbeitete zu derzeit mit der USS Asclepius zusammen, einer Miranda Klasse Fregatte. Gemeinsam konnten sie einen Großteil der Piratenflotte durch geschickte Falschinformationen anlocken und in einem Gefecht vernichten. Leider gelang es dem Anführer Sh'alan die Schutzschilde der Asclepios auszuschalten und das Schiff mit einer Salve auf den Warp-Antrieb zu zerstören. Sicherheitsteams der Euderion mussten ebenfalls einige Verluste hinnehmen, aber letzendlich gelang es ihnen Sh'alan in Gewahrsam zu nehmen und seine Organisation endgültig zu zerschlagen.
Die USS Euderion im Kampf gegen Sh'alans Piratenschiffe
2270
2270 wurde Captain Gihlan't'aehn zum Commodore befördert und übernahm die Copernicus Schiffswerft auf Luna. Nun, da das Refit Programm der Constitution Klasse abgeschlossen war, sollte der Rest der Flotte von den Neuerungen profitieren. Damit kam auch erstmal wieder das Constellation Programm ins Spiel. Captain Gihlan wurde zum Commodore befördert und gab das Kommando der Euderion für die letzten beiden Jahre an Captain Maro Huerta ab. Ghilan sollte die nächsten beiden Jahre damit verbringen die gesammelten Daten der beiden Constellation Prototypen Euderion und Darnell zusammenzutragen, und sie in Serienproduktion zu bringen, was 2273 mit der Cheetah Klasse (nach Vorbild der Darnell) und 2275 mit der Constellation Klasse (nach Vorbild der Euderion) geschah.
Von 2270 bis 2272 übernahm Captain Huerta das Kommando ohne größere Ereignisse. Die Euderion wurde zu dieser Zeit größtenteils als Arbeitstier in den Kern-Gebieten der Föderation eingesetzt und diente in Transportflügen als Kurier oder als Versorger für Außenposten. Am 6. Januar 2272 übergab Captain Huerta das Schiff dem Jonathan-Archer-Flotten-Museum im Proxima Centauri Sektor als das Schiff offiziell ausgemustert wurde. Aufgrund des Namens war die Alpha Centauri Regierung sehr begierig darauf, das zweite Schiff das nach ihren Gründungsvätern benannt wurde im Flottenmuseum auszustellen.
Beide Schiffe mit dem Namen USS Euderion können jeden Tag von 0800 bis 2000 im Museum besucht werden. Rundflüge mit der Daedalus Klasse USS Euderion finden jeden zweiten Sonntag im Monat statt. Auf Rundflüge mit der Constellation Klasse USS Euderion müssen sie leider verzichten, da ihr Antriebssystem aus Sicherheitsgründen demontiert wurde.
USS Euderion NCC-126 kurz vor ihrem Stapellauf (2165)
Geschichtlicher Überblick
Ein neuer Anfang
Als im August 2161 die Vereinte Föderation aus der Wiege gehoben
wird, kann niemand sagen wie die Zukunft dieses neuartigen Bündnis aussehen
wird. In der Tat war dieser bemerkenswerte Völkerbund, der in der bekannten Geschichte
seines Gleichen sucht, alles andere als stabil und weit entfernt von der
großartigen Zivilisation, die unsere Vorfahren in den vergangenen 250 Jahren
aufgebaut haben.
Der Irdisch-Romulanische Krieg war erst wenige Monate vorbei
und die Wunden dieser Auseinandersetzung lagen noch weit sichtbar offen.
Viele der ersten menschlichen Kolonien im tieferen Raum
wurden während des Krieges zerstört oder stark beschädigt, Sternenbasis 1 auf
Berengaria wurde dem Erdboden gleich gemacht und mit der Zerstörung der Kolonie
auf Galorndon Kern verlor die Menschheit Zugriff auf den Großteil ihrer
Dilithiumvorkommen.
Die Handels – und Flüchtlingskonvois zwischen den Kernsystemen
waren ohne die Hilfe der stark dezimierten Sternenflotte angreifbar und obwohl der
Krieg offiziell zwischen Erde und Romulus stattfand hatten auch die Mitgliedswelten
der Koalition der Planeten schwere Verluste an Schiffen und Infrastruktur zu
erleiden.
Alle Zeichen standen auf Wideraufbau!
Daedalus
Die neugegründete Sternenflotte der Föderation,
hervorgegangen aus den Flotten der Mitgliedswelten, sah sich alsbald im Fokus
der Wideraufbaubemühungen.
Neben Flüchtlingstransporten, Transporten von Material und Arbeitern,
Verteidigung von Mensch und Material gegen feindselige Spezies standen auch wissenschaftliche
Analysen und Aufklärungsmissionen auf der Tagesordnung.
Für diese Vielzahl unterschiedlichster Aufgaben fehlte es
jedoch an geeigneten Schiffen. Auch die weitere Erforschung des tiefen Raumes durfte auf
lange Sicht nicht leiden.
Bevor sich die junge Föderation also an einen großflächigen
Wideraufbau machen konnte benötigte man demnach vor allem eines: Schiffe!
Nach langen Beratungen zwischen Sternenflotte, Föderation
und dem Büro für Wideraufbau entschied man sich der in die Jahre gekommenen Daedalus-Klasse
erneut neues Leben einzuhauchen. Die Daedalus Klasse war während des romulanischen Krieges in Masse gebaut um schnell eine taktische Flotte zu etablieren.
Die einfache Bauweise der Daedalus-Klasse hatte sich bereits
im Romulanischen Krieg bewährt und dazu beigetragen den Gegner in Schach zu
halten.
Schiffe dieser Klasse sind effizient und schnell zu bauen
und dank einer modularen Bauweise innerhalb weniger Wochen auf alternative Missionskonzepte umzurüsten.
Die perfekten Arbeitspferde für die vorausliegenden Jahre.
Daedalus Klasse - Technische Übersicht
Euderion – Ein Name mit Geschichte
Der Name ‚Euderion‘ ist jedem Bewohner der Kolonien des
Alpha Centauri Systems bekannt.
Häufig wird er in einem Atemzug mit Amelia Earhart, Neil
Armstrong oder Zefram Cochrane genannt.
Victor und Tanja Euderion, ein Geschwisterpaar aus der ehemaligen
Europäischen Allianz auf der Erde, waren die Leiter der ersten großen
Erkundungs- und Kolonisierungsmission in das Alpha Centauri System im Jahr 2070.
Nach dem Ende des „Großen Experiments“, dem Bau und Start
des Kolonieschiffes Conestoga, nutze man die entstandene Infrastruktur, um ein weiteres
Kolonieschiff zu bauen, die Proxima.
Das Konzept der Euderion-Mission sollte sich entscheidend von
dem des Conestoga-Projekts unterscheiden. Da man seinerzeit erstaunlich wenig
vom Alpha Centauri-System wusste, nutze man die Möglichkeit und baute das neue Schiff
als Zwitter: Halb Kolonieschiff, halb Forschungsschiff.
Ziel des neuen Schiffes war es, dass Alpha Centauri System
ausführlich zu untersuchen und mögliche Planeten für einen Kolonisierungsort zu
finden, um dort einen ersten kleinen Außenposten zu errichten.
Die Mission erreichte, wenn auch nicht ohne Verluste, ihre
Ziele und führte schließlich zur dauerhaften Besiedlung dieses Systems.
Am 2.Februar 2165, exakt 95 Jahre nachdem die Euderion Kolonisierungs- Mission
den Erdorbit verließ und sich auf ihre abenteuerliche Reise machte, war es
schließlich für ein weiteres Schiff an der Zeit seine angestammte Heimat zu
verlassen.
Die USS Euderion NCC - 126, ein Schiff der dritten Daedalus-Generation,
machte sich daran, die Geschichte des Namens Euderion weiterzuschreiben.
Captain Natasha Euderion (2165)
Euderion²
Am 2.Februar 2165, um genau 1701 Proxima Standard Zeit, und
in Anwesenheit von Admiral Jonathan Archer verlässt das erste Föderationsraumschiff
mit dem Namen Euderion das Raumdock über der Proxima Kolonie im Alpha Centauri System.
Das Kommando des Raumschiffs erhält niemand geringeres als
Captain Natasha Euderion, Urenkelin von Victor Euderion.
Captain Euderion, eine erfahrene Offizierin und Veteranin aus
dem zurückliegenden Krieg, wächst auf der Proximakolonie auf. Sie verlässt ihre
Heimat jedoch sehr früh um der Prominenz rund um ihren Namen zu entfliehen und schreibt
sich mit 16 Jahren an der Sternenflottenakademie ein.
2153, kurz vor ihrem Abschluss an der Akademie, überlebt sie
knapp den Angriff der Xindi Sonde als sie sich im Überlebenstraining durch die Sümpfe
Floridas kämpft.
Im Anschluss an diese Katastrophe meldet Euderion sich freiwillig
und wird umgehend auf die Enterprise NX-01 versetzt welche den Auftrag hatte die Xindi in der Delphischen Ausdehnung aufzuspüren um einen großangelegten Krieg zu verhindern.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Xindi-Mission verbleibt
Euderion für einige Jahre auf der Enterprise und steigt schnell durch die Ränge
auf.
Im Jahr 2156, dem zweiten Jahr des Krieges mit den
Romulanern, wird Euderion, inzwischen Lt. Commander, auf die neue Endeavour –
NX-06 versetzt und dient dort bis Kriegsende als Waffenoffizier.
Nach dem Krieg folgen weitere Einsätze auf der Intrepid
sowie der Ticonderoga um schließlich dem „Daedalus – Mark 3“ Projekt zugeteilt
zu werden.
Die Namensgebung der ersten im Alpha Centauri System gebauten
Mark 3 Daedalus geht auf Admiral Archer zurück. Selbst ein großer Bewunderer
der ersten Euderion Mission nach Alpha Centauri sowie beeindruckt von den
Leistungen Natasha Euderions auf der Enterprise sowie im zurückliegenden Krieg erlässt
er Kurzerhand den Befehl Captain Euderions Schiff nach ihrer Familie zu benennen.
Ohne der Möglichkeit des Widerspruchs und sich der Ironie bewusst,
dass sie ursprünglich zur Sternenflotte ging um ihrem großen Familiennamen zu
entfliehen, nur um später das Kommando über ein Schiff mit eben diesem Namen zu
bekommen, akzeptiert Euderion die Beförderung und das Kommando über das erste
komplett neukonstruierte Mark 3 – Daedalus Schiff der Flotte.
Offizielles Emblem der Euderion NCC-126
Konsolidierung
Captain Euderion führt ihr Schiff bis Mitte 2171.
Die ersten Jahre der Euderion verlaufen relativ ruhig.
Zunächst dient sie als Führungsschiff auf der Suche nach
einem geeigneten Standort für die neue Sternenbasis 12. Die neue Basis soll den
zunehmenden Handelsverkehr zwischen den Kernwelten und neuen Expansionsgebieten
koordinieren und gegen Piraten verteidigen. Die Euderion wird schließlich im
Keltor System fündig. In den folgenden 2 Jahren koordiniert das Schiff den Bau der
Basis, welche sich schnell zu einem wichtigen Handels- und Versorgungspunkt
mausert.
Es folgen weitere Versorgungs- und Logistikmission sowie
einige Erkundungsmissionen. Während dieser Missionen stellt die Euderion den
Kontakt zu mehreren unbekannten Spezies her, darunter die künftigen Föderationsmitglieder
Betazed und Mack´Vor.
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Euderion mit ihrer
Rolle während der Verteidigung einer Suliban-Kolonie auf Melva III gegen
klingonische Plünderer. Dieser Mut sollte sich auszahlen, da er Monate später zu
offiziellen Beziehungen mit der geheimnisvollen Spezies führte.
Euderion NCC-126 verteidigt die Sulibankolonie auf Melva III (2169)
Mitte 2171 wurde Captain Euderion schließlich zum Commodore
befördert.
Ihr Kommando übernahm der ehemalige erste Offizier der
Euderion: Gora Ren von Tellar Prime.
Neue Aufgaben
2172 führt Captain Ren die Euderion in das ehemalige Gebiet
der Delphischen Ausdehnung.
Dort endete nach vier blutigen Jahren der zweite Xindi
Bürgerkrieg. Unter Vermittlung der Föderation, und nicht zuletzt durch den
persönlichen Einsatz Jonathan Archers, konnte schließlich ein neuer, wenn auch
brüchiger Friedensvertrag zwischen den verschiedenen Xindi – Spezies ausgehandelt
werden. Nicht alle Fraktionen der Xindi waren mit den Konditionen einverstanden
und so waren regelmäßige Scharmützel an der Tagesordnung.
Aus eigener schmerzlicher Erfahrung wusste die junge Föderation
wie wichtig eine stabile Xindi-Allianz für die Region ist.
Um ein neues Aufflammen des Bürgerkrieges zu verhindern und einen
endgültigen Frieden durchzusetzen entsandte die Föderation, in Absprache mit
dem neuen Xindi-Rat, eine Taskforce von 10 Schiffen in die Region.
Als Führungsschiff der Taskforce wurde die Euderion ausgewählt.
Von hier aus wurden alle Aktionen geplant sowie mit Xindi-Vertretern
koordiniert.
Um immer noch existierende Vorurteile abzubauen und unklare
Situationen zu vermeiden sah die Vereinbarung neben der bloßen Anwesenheit der
Föderationsschiffe ebenfalls den Austausch von Offizieren vor. Jedes Föderationsschiff
sollte ein Kontingent von Xindi-Offizieren erhalten. Im Gegenzug entsendete die
Föderation Austausch- und Verbindungsoffiziere auf wichtige Stationen und
Schiffe der Xindi.
Diese Strategie wurde ursprünglich von Jonathan Archer
vorgeschlagen. Er selbst hatte während seiner historischen Enterprise Missionen
mit T´Pol einen vulkanischen Austauschoffizier. In vielen Interviews erwähnte
der Admiral immer wieder, von welch unermesslichen Wert diese Unterstützung für
ihn in den ersten Jahren im tiefen Raum gewesen sei. Diese Unterstützung wollte
er den Offizieren, die diese wichtige Mission durchführen sollten, nicht vorenthalten.
Trotz einiger Rückschläge und Opfer ging die Mission
schließlich als großer Erfolg in die Geschichte ein.
Die junge Föderation hatte Weitsicht bewiesen und gezeigt,
dass sie nicht blind für das große galaktische Ganze war. Die Föderation wurde mit
der Zeit zu einem stabilisierenden Faktor in der vormals so zerstrittenen Region
unserer Galaxie und trat immer wieder auf den Plan wenn Konflikte den Frieden
des Alpha Quadranten bedrohen sollten.
Die Xindi Mission endete schließlich mit dem Abzug der verbleibenden
Föderationsschiffe und der Eröffnung einer neuen Föderationsbotschaft auf Neu
Xindus.
Captain Ren konnte diesen Tag leider nicht mehr miterleben. Im
Jahre 2173, auf dem Höhepunkt der Mission, explodierte bei Verhandlungen eine
Bombe und töte Captain Ren, mehre Crewmitglieder der Euderion sowie mehrere Vertreter
der Xindi-Delegationen.
Commander T´Mara, 1.Offizier an Bord der Euderion, übernahm das
Kommando und die anschließende Untersuchung des Anschlags. Wie sich schnell herausstellte
bekannte sich eine extremistische Gruppe von Xindi zu dem Anschlag. Diese
Gruppierung verehrte immer noch die mysteriösen Sphärenbauer und empfand die
zunehmende Annäherung an die Föderation für einen großen Fehler.
Die Euderion verließ das Xindi-Gebiet im Januar 2176.
Die Xindi Task Force angeführt von der USS Euderion (2172)
Grundlagen
2176, ganze 11 Jahre nach Indienststellung der Euderion, trat
die Föderation in eine neue Ära ein. Die Narben des Krieges verheilten nach und
nach, die Föderation machte sich immer mehr den Ruf eines Friedensstifters, neue
Welten traten dem Bündnis bei und mehr und mehr Kolonien wurden gegründet.
Das schnell wachsende Territorium bedeute für die
Sternenflotte aber auch neue Herausforderungen.
Die Infrastruktur für längere Versorgungswege musste
ausgebaut und die ferneren Kolonien verteidigt werden. Vielen der neuen
Kolonien grenzten zudem an unbekannte Raumsektoren. Wollte man unerfreuliche
Überraschungen vermeiden, mussten diese Raumsektoren schnellstmöglich erforscht
werden. Die aktuellen Raumschiffsklassen waren jedoch für einen längeren Aufenthalt
in unerforschtem Gebiet und ohne regelmäßigen Zugriff auf Versorgungsgüter nur
bedingt bis gar nicht ausgelegt.
Der Ruf nach neuen Schiffsklassen wurde immer lauter und so
genehmigte der Föderationsrat schließlich eine große Schiffsbauinitiative zur Entwicklung
der ersten wahren Tiefenraumschiffe der Föderation. Ein Projekt, nicht
unähnlich des NX Programms der Erde, welches in ferner Zukunft mit dem Bau der
Constitution Klasse gekrönt werden sollte.
Zunächst musste die Sternenflotte aber mit dem Vorlieb
nehmen, was an Mensch und Material vorhanden war. Um die drängendsten Probleme
zu lösen und wichtige Daten für die Konzeptionierung der neuen Schiffsklassen zu
gewinnen entschied man sich zunächst für den Umbau und die Maximierung der
Reichweite von existierenden Schiffen. Diese Schiffe sollten im Anschluss in
immer längeren Missionen Daten und Erfahrungen sammeln.
Eines der ersten Schiffe, dass für dieses Projekt eingesetzt
werden sollte war schließlich die Euderion.
Nach Ihrer Mission im Xindi Raum hatte die Crew bereits Erfahrung
mit dem längeren Aufenthalt abseits normaler Nachschublinien sammeln können und
galt so als perfekte Beispiel-Crew für das neue Missionskonzept.
Die Euderion selbst wurde ab Mitte Februar 2173 in der
Raumwerft über Luna für den neuen Einsatz ausgerüstet und umgebaut. Neben den
üblichen Upgrades an Waffen und Sensoren erhielt das Schiff einen effizienteren
Warpantrieb sowie modernere Bussard-Kollektoren.
Besonderes Augenmerk wurde bei den Upgrades auf den Ausbau
der Unterhaltungssysteme sowie für weitere Annehmlichkeiten der Crew gelegt.
Man befürchtete die Moral der Crew könne auf zu langen Reisen zu stark leiden und
einen sogenannten „Schiffskoller“ auslösen.
Unter anderem erhielt das Schiff aus diesen Gründen, ein vergrößertes
Arboretum, einen erweiterten Sportbereich sowie, erstmals in der Flotte
eingesetzt, ein experimentelles Holosimulationsystem welches an das System der befreundeten
Xyrillianer angelegt war. Letzteres System ist heutzutage als Holodeck bekannt
und auf allen Tiefenraumschiffen der Sternenflotte im Einsatz.
Die Umbauarbeiten der Euderion endeten planmäßig im August
2176.
Die Euderion NCC-126 während "Expedition 1" (ca.2178)
Unter dem Projektnamen „Expedition 1“ sammelte die Euderion im
Grenzgebiet der Föderation und darüber hinaus einzigartige Daten, die im Laufe
der Zeit die Entwicklung künftiger Tiefenraumschiffe maßgeblich beeinflussen
sollten. „Nebenbei“ kartographierte die Euderion auf ihrer Mission 47
Sternensysteme, vermaß vier Nebel und stellte den Kontakt zu fünf neuen Spezies
her.
Die Euderion stellte zudem mit 18 Monaten die bisherige Rekordzeit
eines Sternenflottenschiffes im tiefen Raum ein.
Die „Expedition 1“ Mission endete erfolgreich im Dezember
2179 mit der Rückkehr der Euderion in die San Francisco Werft im Sol Sektor.
Die Folgenden sechs Monate wurde sie dort dringend nötigen Reparaturarbeiten
und weiteren Upgrades unterzogen.
In einer feierlichen Zeremonie im
Sternenflottenhauptquartier lobte der Föderationspräsident persönlich den
Entdeckergeist und die Hingabe der ganzen Euderion-Crew. Mit seinen letzten
Worten auf dem Podium „befahl“ der
Präsident der Besatzung umgehend einen mehrmonatigen Landurlaub anzutreten.
Ein Befehl den die Crew nur allzu gern befolgen würde.
Schatten der Vergangenheit
Captain T´Mara führte das Kommando noch bis März 2181 als sie
eine Stelle im Direktorat der Vulkanischen Akademie der Wissenschaften angeboten
bekam. Für sie übernahm Captain O´Donnell das Kommando der „Old Faithful“, wie die
Euderion von ihrer Crew inzwischen liebevoll genannt wurde.
O´Donnell war mit seinen 60 Jahren das Spiegelbild des Begriffs
„Seebär“. Aus einer alten „Boomer“-Familie stammend hatte er einen großen Teil
dieser Zeit im Weltall verbracht. O´Donnell sollte jedoch nicht lange Captain
der Euderion bleiben. Ohne ihn wäre das Schiff aber wohl heute nicht mehr hier
im Museum über Proxima Centauri zu besichtigen.
Ein paar Monate nach der Kommandoübernahme O´Donnells kam es
zu dem, was wir heute als die „Khans Erben“-Affäre kennen.
Mitte Mai 2181 häuften sich unerklärliche Angriffe auf
Schiffe entlang der Romulanischen Neutralen Zone. Schließlich entsandte die
Sternenflotte mehrere Schiffe um diesen Angriffen nachzugehen und sie zu unterbinden.
Mit diesem Verhalten hatten die Angreifer gerechnet. Mit Hilfe eines gefälschten
Notrufs lockten sie die Euderion sowie die „Berlin“ in die Nähe des Planeten Ber´Il
IV. Umgehend tauchten zwei fremde Schiffe auf und eröffneten das Feuer auf die
beiden Föderationsschiffe. Die Schiffe taten ihr Bestes, um die Angreifer zurück
zu schlagen, doch nach nur wenigen Sekunden verloren beide Besatzungen die
Kontrolle über ihre Schiffe. Die mysteriösen Angreifer waren irgendwie in den Besitz
der Prefix Codes der Sternenflottenschiffe gekommen. Antrieb, Waffen,
Lebenserhaltung, jegliche Systeme wurden nun von den Angreifern ferngesteuert.
Die Angreifer, die sich schließlich als illegal genetisch
aufgewertete Menschen, sogenannten Augments, entpuppten, übernahmen die beiden
Sternenflottenschiffe ohne Gegenwehr und entledigten sich den Crews indem sie
sie auf den nahen Planeten beamten. Lediglich die Führungscrews behielten sie
an Bord, um nach dem Gefecht nötige Reparaturen an den Schiffen durchführen zu
können.
Die Augments hatten es sich zum Ziel gemacht mit den beiden
Föderationsschiffen die Neutrale Zone zu durchqueren und Ziele auf romulanischem
Gebiet anzugreifen. Dies hätte einen weiteren Krieg auslösen und die Föderation
ernsthaft schwächen können.
Kurz bevor die Augments ihren Plan in die Tat umsetzen und die
Neutrale Zone durchqueren konnten gelang es glücklicherweise Captain O´Donnell
und einigen Crewmitgliedern die Kontrolle über den Notfallkommandoraum der
Euderion zu erlangen.
In den folgenden Minuten versuchten sie die Kontrolle über
die Transporter zu übernehmen. Einige Augments erkannten die Gefahr und ein heftiger
Kampf entbrannte. Kurz bevor es O´Donnell gelang die Transporterkontrollen zu
aktivieren ging er, von einem Phaserstrahl schwer getroffen, zu Boden. Mit einem
letzten großen Kraftakt gelang es ihm jedoch noch den Transporter zu aktivieren
und alle Augments auf die „Berlin“ zu beamen. Im Gegenzug beamten alle
Crewmitglieder der „Berlin“ wohlbehalten auf die Euderion.
Captain Rashid von der „Berlin“ nutzte die Verwirrung. Ohne
zu zögern aktivierte er, nun selbst den Prefix Code der „Berlin“ nutzend, die sofortige
Selbstzerstörung seines Schiffes.
Einige Momente später explodierte das Schiff in einem gleißenden
Feuerball und riss alle Augments mit in den Tod.
O´Donnells Opfer hatte nicht nur die Crews der beiden Schiffe
gerettet. Auch die Föderation und das Romulanische Imperium wurden vor einem weiteren
unnötigen Krieg bewahrt.
Nach der Rettung der beiden Crews von Ber´Il IV und der Rückkehr
der Euderion in den Föderation entsandte die Sternenflotte eine Task Force in
die angrenzenden Sektoren um die Herkunft der Augments zu klären. Nach drei Monaten
erfolgloser Suche beendete die Sternenflotte den Einsatz mit einem unguten
Gefühl.
Die Herkunft der Augments sowie die Beweggründe ihres Angriffs
sollten noch für viele Jahre ein großes Mysterium bleiben.
Im Juni 2181 kehrte die USS Euderion schwer beschädigt in
den Sol Sektor zurück.
Captain O´Donnell und die 37 weiteren Opfer des
Augmentangriffs wurden mit allen Ehren bestattet.
Die schmerzliche Begegnung mit den Augments sollte das
Schicksal der Euderion nachhaltig beeinflussen.
Zweites Leben
Mitte 2181 sah es für die Euderion nicht gut aus.
Die Auseinandersetzung mit den Augments hatte die Euderion
schwer mitgenommen. Hinzu kam der bittere Fakt, dass das tapfere Schiff mit nunmehr
16 Jahren langsam in die Jahre gekommen war. Die Sternenflotte dachte ernsthaft
darüber nach, das Schiff einzumotten. Die Ressourcen die für einen weiteren, mehrere
Monate andauernden, Werftaufenthalt nötig wären sollten lieber neueren moderneren
Schiffe zu Gute kommen. So jedenfalls die Argumentation auf den oberen Ebenen
der Entscheidungsträger.
Die Möglichkeit einer Außerdienststellung sickerte jedoch bald
durch und löste, vor allem im Alpha Centauri System, große Diskussionen aus.
Das Schiff war inzwischen zu so etwas wie einer lebenden Legende geworden. Eine
Sternenflotte ohne Euderion war für viele einfach undenkbar.
Der Legende nach, soll sich Vize Admiral Natasha Euderion,
der erste Skipper der alten Dame, höchstpersönlich in die Diskussion
eingeschaltet und offen für einen erhalt der Euderion eingesetzt haben.
Nach zähen Verhandlungen einigte man sich auf einen
Kompromiss. Die Euderion würde zunächst nicht eingemottet werden. Große
Upgrades für das Schiff wurden jedoch abgelehnt. Nach einem möglichst kurzen
Werftaufenthalt, in dem lediglich notdürftige Reparaturen durchgeführt werden
würden, würde das Schiff direkt der Sternenflottenakademie unterstellt werden.
Von nun an würde das Schiff also als Schulschiff für Kadetten eingesetzt werden.
Das Schulschiff Euderion verlässt die Jupiter Station für ihre erste Trainingsmission (2181)
Dieser Kompromiss war für die meisten Beteiligten vertretbar
und so geschah es schließlich, dass das Schiff am 15.September 2181 zu seiner
ersten Übungsmission mit einer Crew aus Kadetten aufbrach.
In den folgenden Jahren absolvierte die Euderion von nun an
Übungs- und Trainingseinsätze in relativer Nähe zu den Kernwelten der Föderation.
Kommandiert wurde das Schiff in seiner Zeit für die Akademie
von Captain Telar.
Telar galt als lebende Legende. Neben dem Fakt, dass er als
einer der ersten Saurianer der Sternenflotte der Föderation beigetreten ist,
war er ein überaus erfahrener Diplomat, Wissenschaftler und kampferprobter Offizier.
Besonders letzteres sollte sich eines Tages für überaus wertvoll herausstellen.
Ende 2184 erreichte die Euderion auf einer weiteren Trainingsmission
ein Notruf der USS Saguenay. Das Kolonieschiff war in der Nähe von Tau Ceti auf
eine Gravitationsmine aufgelaufen und trieb infolgedessen hilflos im All. Kurze
Zeit später sei ein fremdes Schiff aufgetaucht und hätte begonnen das Feuer zu
eröffnen und das Schiff zu entern.
Da die Euderion das einzige Schiff in Reichweite war zögerte
Telar nicht lange und befahl der Saquenay zur Hilfe zu eilen.
Vor Ort stellte sich heraus, dass die Saguenay von Ferengi
angegriffen worden war und die Besatzung sich nun gezwungen sah den Fremden
beim Plündern ihres eigenen Schiffes zu helfen.
Die Ferengi hatten wohl nicht mit dem Eintreffen eines
weiteren Schiffes gerechnet und waren nicht vorbereitet als Captain Telar ihr
Schiff mit einigen gezielten Treffern außer Gefecht setzte. Zeitgleich
transportieren mehrere Teams von ausgebildeten Sicherheitsoffizieren und Kadetten
auf das Kolonieschiff und überwältigten die Piraten innerhalb von Sekunden.
Am Ende des Tages konnte die Saquenay zwar nicht geborgen
werden, die Euderion verhinderte jedoch, dass mehrere Tonnen wertvolle Koloniesierungsgüter
in die Hände der Fremden fallen würden.
Im Anschluss an die Operation wurden Kolonisten und Besatzung
der Saquenay, sowie die Ferengi und ihr Schiff von der Euderion nach Sternenbasis
17 überstellt, wo sie der Weitertransport bzw. das Debriefing durch die Behörden
erwarten würde.
Captain Telar sowie seine Führungsoffiziere gaben später zu
Protokoll wie beeindruckt sie von der Leistung der Kadetten während dieser
Krise waren. Sie hätten, Zitat: „eine unerwartete, kritische Lage perfekt
eingeschätzt und nicht gezögert im Ernstfall alles Nötige zu tun, um zu
verhindern, dass unschuldige zu schaden kommen und wertvolles
Föderationsequipment in die Hände einer fremden, feindseligen Spezies fällt.
Die Rettungsmission wurde professionell und wie aus dem Lehrbuch durchgeführt“.
Ebenfalls von der Leistung der Kadetten beeindruckt übernahmen
die Leiter der Akademie den „Saquenay-Zwischenfall“ bereits im nächsten Jahr in
den offiziellen Lehrplan.
Die Euderion hatte ein weiteres Mal ihre Spuren in der
Geschichte hinterlassen.
USS Euderion NCC-126 gemeinsam mit USS Eberswalde (2186)
Ruhestand
Alles Gute muss einmal ein Ende haben und so machte sich die
USS Euderion am 2.Februar 2186, genau 21 Jahre nach ihrer Indienststellung, auf
ihre Abschiedsreise entlang der Kernwelten der Föderation. Mit an Bord waren,
neben Admiral Euderion, auch alle noch Lebenden Captains des Schiffes.
Entgegen der größten Befürchtungen ging diese letzte Reise
aber nicht in ein Überschussdepot der Sternenflotte wo das Schiff ihr unrühmliches
Ende als Lieferant für Ersatzteile fristen sollte. Im Gegenteil! Die Reise ging
genau dorthin, wo alles begonnen hatte: In den Orbit der Proxima Kolonie. Hier
sollte sie von nun an nachfolgenden Generationen als Museumsschiff dienen und ihr
Interesse an der Raumfahrt wecken.
Als die USS Euderion am 15.Februar 2186 am äußersten Rand
des Alpha Cenaturi Systems unter Warp ging wurde sie bereits erwartet. Neben der
ebenfalls vor kurzem ausgemusterten USS Eberswalde hießen unzählige kleine und mittelgroße
Schiffe „ihre“ Euderion zu Hause willkommen. Gemeinsam setzte die Flottille
einen letzten Kurs in Richtung der neuen Heimat der Euderion: Dem Jonathan-Archer-Museum
der frühen Geschichte der Raumfahrt.
Die USS Euderion NCC-126 wurde am Mittwoch dem 15.Februar
2186 um genau 17:47 Uhr offiziell außer Dienst gestellt. Noch heute gilt sie
besonders im Alpha Centauri System als Mitglied der großen drei E´s (Enterprise,
Eberswalde, Euderion) als eines der prestigeträchtigsten Schiffe der
Sternenflotte.
Trotz oder vielleicht gerade auf Grund seines großen Namens
sollte es ganze 73 Jahre dauern bis ein weiteres Sternenflotten-Schiff diesen
Namen tragen würde. Auch dieses Schiff würde es wieder verstehen die
Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu ziehen. Doch dies ist eine andere
Geschichte.
Wichtig
Die USS Euderion NCC-126 ist jeden Tag zwischen 0800 und 2000 für Rundgänge in dem Jonathan-Archer-Museum
der frühen Geschichte der Raumfahrt zu besichtigen.
Museumsflüge durch das System finden jeden zweiten Sonntag
im Monat statt.
Um frühzeitige Anmeldungen wird gebeten.
Ihr USS Euderion-NCC 126 - Museumsteam
Daten und Fakten USS Euderion NCC-126 (2165 - 2186)
Klasse:
Daedalus (3.Generation)
Werft:
Proxima Yards, Proxima II, Alpha Centauri System
Stapellauf:
02.Februar 2165
(95. Jahrestag des Starts der großen Euderion Mission nach
Alpha Centauri)
Refits:
2170(Utopia
Planitia Yards, Mars, Sol System)
Upgrade der Antriebsysteme
Upgrade der Computersysteme
Upgrade der Waffensysteme
2176(Luna
Yards, Sol System)
Upgrade der Wissenschafts- und Sensorensysteme sowie der
der Lebenserhaltuns – und Unterhaltungssysteme
Upgrade und Effizienzmaximierung der Antriebssysteme
Umrüstung des Schiffs für autonome Langzeitmissionen
2180 (Utopia Planitia Yards, Mars, Sol System)
Planmäßige Überarbeitung und Upgrades nach „Expedition 1“
Mission
2181 (San Francisco Yards; Außerplanmäßig)
Notfallreparatur und Umrüstung für den Dienst als Akademieschiff
Aktueller Status
Außer Dienst / Museumsschiff
Ort:
Jonathan Archer Museum der frühen Geschichte der Raumfahrt
2165..................Suche
nach Standort und logistische Hilfe für den Bau von Sternenbasis 17
2167..................Erster
Kontakt mit Betazed
2169..................Erfolgreiche Verteidigung
der Suliban Kolonie auf Melva III vor klingonischen Angreifern
2170..................Erster Kontakt mit den
Mack`Vor
2172 –
2176......Teil der Friedenstruppen zur Stabilisierung des Xindi Raums nach dem
zweiten Xindi-Bürgerkrieg (2168 – 2172)
2176 –
2179......Drei Jahres Mission
(Codename Expedition 1) zur Erprobung von Logistik und Machbarkeit von
autonomen Langzeitmissionen (teilweise erfolgreich)
2181...................Schwerste Beschädigungen während
der „Khans Erben“ Affäre;Captain O´Donnell
wird getötet
2181(Juni)........Außerplanmäßige Notfallreparatur und
Umbau; Überstellung des
Schiffes an die Sternenflottenakademie;
2184...................Während Trainingsmission
Verteidigung und Evakuierung der USS Saguenay vor Ferengi Plünderern
2186..................Abschiedsreise durch die
Kernsektoren der jungen Föderation in Anwesenheit von Admiral Natasha Euderion
Außerdienststellung im Orbit von
Proxima Centauri und Überstellung an das
Jonathan
Archer Museum der frühen Geschichte der Raumfahrt